Habt ihr euch schon einmal Folgendes gefragt: „Ist es gut, mit einer KI zu sprechen, wenn es einem nicht gut geht?“ oder „Werden Menschen irgendwann eine KI-Freundin oder einen KI-Freund haben?“
Ganz ehrlich – ich hatte mir diese Fragen noch nicht gestellt. Doch genau darüber konnte ich im September 2025 während der Themenrunde Künstliche Intelligenz von I’m a Scientist mit Schüler*innen diskutieren. Die Teilnahme hat mir großen Spaß gemacht, denn gerade in Schulen entstehen oft die neugierigsten und spannendsten Fragen. Dieser direkte Austausch und das große Interesse der Schüler*innen haben mich sehr motiviert. Umso mehr habe ich mich über die Auszeichnung und das damit verbundene Preisgeld von 500 Euro gefreut.
Zwischen dem TUM Campus Straubing und dem Anton-Bruckner-Gymnasium (ABG) Straubing besteht seit mehreren Jahren eine etablierte Kooperation mit Zukunftsperspektive. Im Rahmen der Vorlesung „NawaRo (Nachwachsende Rohstoffe) macht Schule“ besuchen Frau Dr. Claudia Martin und ihre Studierenden regelmäßig die 9. Klassen, halten Vorträge und unterstützen aktiv die Gestaltung des Schulgartens.
Dank des Preisgeldes konnten neue NawaRo-Pflanzen für den Schulgarten angeschafft und eingepflanzt werden. Zusätzlich wurden Informationsschilder zu den Pflanzen sowie praktisches Gartenwerkzeug für den Garten-Wahlkurs gekauft. Damit wurde ein wertvoller Beitrag geleistet, nachhaltige Bildung für die Schüler*innen direkt erlebbar zu machen.

Abbildung 1: Vier Gießkannen, vier Harken und eine Schubkarre für den Schulgarten.
© Dr. Claudia Martin
Schulleiterin Dr. Eva Huller, Biologielehrerin Kathrin Wegerer sowie das gesamte Schulgarten-Team haben sich sehr über die Unterstützung gefreut (siehe Abbildung 2). In den kommenden Jahren sollen weitere gemeinsame Projekte folgen, um Nachhaltigkeitsthemen noch stärker im Schulalltag zu verankern und das Interesse junger Menschen an Wissenschaft und Forschung weiter zu fördern.
Außerdem konnte ich mithilfe des Preisgeldes den Schüler*innen der Wirtschaftsinformatikkurse in einer Doppelstunde einen Einblick in die Welt der wissenschaftlichen Forschung geben. Anhand meiner Projekte PlantGrid und LiveSen-MAP konnte ich den Schüler*innen anschaulich zeigen, wie Innovation und interdisziplinäre Forschung im Bereich Bioinformatik und KI entstehen. Zusätzlich stellte ich die TUM (Technische Universität München) vor und betonte die Besonderheiten des Campus Straubing, der sich auf Nachhaltigkeit und Biotechnologie spezialisiert. Für viele war dies eine wertvolle Gelegenheit, wissenschaftliches Arbeiten aus erster Hand kennenzulernen und Impulse für ihre Studien- und Berufsorientierung mitzunehmen.

Abbildung 2: Doppelstunde am ABG.
© Dr. Eva Huller
Mit dem restlichen Preisgeld konnte ich für den Fachbereich (Wirtschafts-)Informatik des Anton-Bruckner-Gymnasiums schließlich noch einen programmierbaren Makeblock mBot2-Roboter anschaffen, der künftig insbesondere den jüngeren Jahrgängen bei ersten Schritten ins Programmieren hilft.

Abbildung 3: Der programmierbare Makeblock Mbot2-Roboter.
© Dr. Eva Huller

Josef Eiglsperger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand im GrimmLab, der Professur für Bioinformatik am Campus Straubing an der Technischen Universität München (TUM). Er forscht an Machine-Learning-Methoden für komplexe Daten in Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Seine Schwerpunkte liegen in generativer KI und Zeitreihenprognosen mit Anwendungen in der Landwirtschaft und dem Gartenbau. Aktuell arbeitet er am LiveSen-MAP-Projekt und war zuvor am PlantGrid-Projekt beteiligt. Er hat einen Bachelor in Biomedical Engineering (OTH Regensburg) und einen Master in Nachwachsende Rohstoffe (TUM).
Bild: Josef Eiglsperger
© Jana Zellmer